Wassersäcke für Bäume

Gezielte Baumbewässerung mit Bewässerungssäcken für Garten, Städte und Kommunen

Bäume benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, um optimal zu wachsen und ihre Funktionen in städtischen Grünanlagen, im Garten oder auf landwirtschaftlichen Flächen zu erfüllen. Besonders bei längeren Trockenperioden oder auf verdichteten Böden ist die Wasseraufnahme jedoch eingeschränkt.

Bewässerungssäcke für Bäume bieten eine effektive Lösung für Städte und Gemeinden, aber auch für Gartenbauer und Hobbygärtner: Sie versorgen die Wurzeln gezielt, sparen Zeit und Wasser und lassen sich flexibel transportieren, mehrfach einsetzen und an unterschiedliche Bäume anpassen – ideal für den Einsatz in Parks, in Gärten oder an Straßen.

Erfahren Sie bei uns, worauf es bei Wassersäcken für Bäume ankommt und welcher der beste für Ihre Anforderungen ist.

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BayWa-Services für Baumbewässerung

Die BayWa unterstützt Sie nicht nur mit hochwertigen Wassersäcken und Baumbewässerungssystemen, sondern auch mit individueller Beratung rund um die Baumpflege und Bewässerung. Unsere Experten stehen Ihnen bei Fragen zu Produkt-Auswahl, Handhabung und Einsatzmöglichkeiten kompetent zur Seite – egal, ob Sie Hobbygärtner, Gartenbauer oder für eine Kommune tätig sind.

Kontaktieren Sie uns ganz einfach per E-Mail oder über unser Kontaktformular. Alternativ können Sie auch direkt an einen unserer Standorte kommen und sich vor Ort beraten lassen. So finden Sie garantiert die passende Lösung für Ihre Bäume – effizient, flexibel und praxisnah.

Baumbewässerungssack – einfach erklärt

Der Baumbewässerungssack ist auch als Wassersack für Bäume, Gießsack oder Baumbeutel bekannt. Dabei handelt es sich um eine Bewässerungshilfe, mit der Bäume – insbesondere frisch gepflanzte oder in Trockenperioden – über Stunden oder sogar Tage gleichmäßig mit Wasser versorgt werden können. Die praktischen Wassersäcke kommen in Gärten, an Straßenbäumen oder auf Verkehrsinseln, in Parks oder auf Firmengeländen oder Wohnanlagen zum Einsatz.

Aufbau und Materialien

Wassersäcke für Bäume sind meist zylindrisch oder oval geformt, gelegentlich leicht konisch nach unten. Sie bestehen aus einem formstabilen Kunststoffgewebe, wie Polyethylen (PE) oder PVC, das UV-beständig und reißfest ist. Einige Modelle verfügen zusätzlich über doppelte Nähte oder verstärkte Bodenplatten, um das Gewicht des Wassers sicher zu tragen. Die Farbe variiert meist zwischen Grün, Braun oder transparent, sodass der Wasserstand jederzeit gut erkennbar ist.

Fassungsvermögen und Handhabung

Je nach Größe des Baums fasst der Sack typischerweise 60, 75, 80 oder 100 Liter Wasser. Am oberen Rand befinden sich oft ein Tragegriff, Schlaufen oder Ösen, mit denen der Bewässerungsbeutel bewegt oder aufgestellt werden kann. Beim Verschluss handelt es sich meist um einen Reißverschluss oder Klettverschluss.

Das Prinzip der Tröpfchenbewässerung

Sobald der Wassersack mit Wasser gefüllt ist, erfolgt die Abgabe nach dem Prinzip der Tröpfchenbewässerung über ein oder mehrere kleine Löcher, Ventile, Nähte oder eine Membran am unteren Teil des Beutels. Diese Ventile oder Löcher sind aus Kunststoff oder Gummi gefertigt und besitzen teilweise einen Einstellmechanismus, der den Wasserfluss reguliert. So werden die Baum-Wurzeln kontinuierlich mit Feuchtigkeit versorgt, während Verdunstungsverluste minimiert werden.

Zusätzliche Funktionen und Varianten

Bei manchen Modellen können mehrere Bewässerungssäcke miteinander verbunden werden, wodurch auch dickere Bäume bewässert werden können. Ebenso gibt es Varianten, bei denen an Metallösen ein Diebstahlschutz angebracht werden kann.

Bewässerungssäcke in der Stadt

Wie funktioniert ein Wassersack für Bäume?

Die Anwendung eines Wassersacks ist unkompliziert und erfordert kein spezielles Wissen. In wenigen Handgriffen lässt sich der Sack anbringen und befüllen – danach übernimmt er die gleichmäßige Bewässerung des Baumes ganz von selbst.

Und so geht‘s

1. Der noch leere Sack wird wie ein Mantel um den Stamm beziehungsweise um das Hauptwurzelgebiet eines Baums gelegt und verschlossen.

2. Im Anschluss wird er mithilfe eines Schlauchs über eine Einfüllöffnung mit Wasser gefüllt.

3. Nach etwa zehn bis dreißig Litern sollte der Sack an den Tragegriffen oder Ösen oben angehoben und so positioniert werden, dass er stabil sitzt. Dann kann er weiter befüllt werden.

4. Über eine oder mehrere Öffnungen im Bodenbereich des Sacks wird das Wasser meist über sechs bis zwölf Stunden langsam und kontrolliert in den Boden abgegeben. Dadurch wird eine tiefere Bodenfeuchte am Wurzelbereich erreicht.

5. Nach der Abgabe des Wassers ist der Baumbewässerungssack leer beziehungsweise deutlich eingefallen. Nun kann er entleert oder erneut befüllt werden.

Wichtig: Der Wassersack ersetzt nicht die Pflege oder Stütze des Baumes, sondern dient als gezielte Hilfe zur Bewässerung vor allem in schwierigen Phasen. Wird er nicht mehr zur Bewässerung benötigt, sollte er vom Stamm entfernt werden, um Schäden am Stamm oder Pilzbildung zu verhindern.

Wie oft muss der Bewässerungssack für Bäume befüllt werden?

Wie oft der Wassersack befüllt werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Baumgröße
  • Bodenart
  • Wetter (Temperatur, Regen/Trockenheit)
  • Zustand des Baums (neu gepflanzt oder Bestand)

Als Faustregel gilt: Je größer der Baum, je breiter der Stamm und je besser die Pflanze etabliert ist, desto seltener muss nachgefüllt werden – aber das gilt nur bei guten Bodenbedingungen. Wenn der Boden sehr durchlässig ist oder starke Trockenheit herrscht, kann auch häufiger nötig sein. Beachten Sie dazu auch die Hinweise oder die Anleitung des jeweiligen Herstellers.

Die Marke Treegator empfiehlt für die Bewässerung mit einem Wassersack zum Beispiel abhängig von Boden und Witterung bei einem …

  • Stammumfang von 16–18 cm etwa einmal pro Woche
  • Stammumfang von 25–30 cm etwa ein- bis zweimal pro Woche

Die Vorteile und Nachteile von Wassersäcken für Bäume

Vorteile von Baumsäcken Nachteile von Baumsäcken

✔ gleichmäßige Wasserabgabe: Bäume werden über mehrere Stunden kontinuierlich mit Wasser versorgt.

 

✔ Wasserersparnis: Durch die Tröpfchenbewässerung wird Verdunstung reduziert und Wasser effizient genutzt.

 

✔ einfache Handhabung: schnell montiert und befüllt, auch für Laien geeignet

 

✔ gezielte Wurzelbewässerung: Das Wasser gelangt direkt an die Wurzeln, statt oberflächlich zu versickern.

 

✔ fördert Anwachsen junger Bäume: besonders hilfreich in den ersten Pflanzjahren und bei Trockenperioden

 

✔ zeitsparend: kein ständiges manuelles Gießen nötig, ideal für Kommunen oder größere Flächen

 

✔ kostengünstig: preiswerte Alternative zu automatischen Bewässerungssystemen

 

✔ dosierbare Zugabe von Dünger/Huminsäure möglich

✖ begrenztes Volumen: Für sehr große Bäume reicht die Wassermenge oft nicht aus.

 

✖ Pflegeaufwand: Der Sack muss regelmäßig befüllt und gelegentlich gereinigt werden.

 

✖ optisch auffällig: Je nach Standort können die Säcke das Erscheinungsbild stören.

 

✖ nicht dauerhaft: dient als temporäre Bewässerungshilfe, nicht als permanentes System

 

✖ Materialverschleiß: UV-Strahlung und Witterung können das Material mit der Zeit spröde machen.

 

✖ Hitzeschäden am Stamm und Pilzbefall möglich, Befestigung an Pfählen als Alternative

 

✖ frostempfindlich: muss im Winter entleert und trocken gelagert werden

 

✖ Diebstahl- oder Vandalismusgefahr: in öffentlichen Bereichen möglich, sofern kein Schutz vorhanden ist.

 

✖ bodenabhängig: Auf sehr steinigen oder abschüssigen Böden kann die Wasserabgabe ungleichmäßig sein.

 

Fördermöglichkeiten für Baumbewässerung

Für Kommunen und Städte bieten staatliche und kommunale Programme finanzielle Unterstützung bei der nachhaltigen Baumbewässerung – zum Beispiel durch den Einsatz von Wassersäcken. Förderfähig sind Maßnahmen, die die Klimaanpassung von Grünflächen unterstützen und die Vitalität von Jung- und Straßenbäumen sichern. Mehr Infos erhalten Sie unter:

Für jeden Baum der richtige Wassersack

Was gilt für kleine, große oder dicke Bäume?

Je nach Größe und Alter des Baums unterscheidet sich auch, welcher Bewässerungssack am besten geeignet ist.

Kleine bis mittelgroße Bäume

Bei neugepflanzten Bäumen und Jungbäumen in den ersten drei Jahren ist der Bewässerungssack sehr gut einsetzbar, da das Wurzelnetz noch im Aufbau ist und eine gezielte Bewässerung großen Nutzen bringt. Wichtig ist, dass der Sack zum Stammumfang von etwa 8–30 Zentimeter passt und korrekt angebracht wird.

Große & dicke Bäume

Bei größeren Bäumen gilt: Der Stammumfang ist größer und das Wurzelvolumen oft umfangreicher. Daher ist der Wasserbedarf meist deutlich höher als bei jungen oder kleineren Bäumen. Bei vielen Herstellern können bei dickeren Stämmen mehrere Säcke miteinander verbunden werden, um ausreichend Volumen und Abgabemenge zu erreichen.

Gut zu wissen: Bei Altbäumen und sehr großen Bäumen mit einem Stammumfang von mehr als 60 Zentimetern kann der Einsatz des Wassersacks zwar sinnvoll, aber der Effekt begrenzt sein: Der Sack liefert unter Umständen ein zu geringes Fassungsvolumen und kann nicht alle Anforderungen eines großen Wurzelbereichs langfristig abdecken. In solchen Fällen sind ergänzende Bewässerungssysteme sinnvoll.

Kontakt BayWa Bewässerung

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